Für die einen ist es ein überteuertes Netbook, für die anderen ist es ein nicht mehr wegzudenkender Begleiter: das MacBook Air. Durch seine edle Optik beeindruckt es zunächst nahezu jeden – aber was bietet es und für wen ist das schicke Gerät aus dem Hause Apple eine echte Alternative?
Beeindruckende Äußerlichkeiten
Auf den ersten Blick bereits einzigartig ist die ultraflache und leichte Bauweise. Das MacBook Air glänzt zugeklappt mit einer maximalen Dicke von nur 1,7 cm und einem Gewicht, dass trotz des Aluminiumgehäuses sogar in der 13″-Variante nur bei 1,35 Kilogramm liegt. In der etwas kleineren 11″-Ausführung bringt es lediglich 1,08 Kilogramm auf die Waage – das ist mehr als nur transportabel. Die Verarbeitung lässt die Herzen aller Freunde hochwertiger Technik höher schlagen: Es knackt und knarzt nichts, das Display lässt sich sanft und gleichmäßig aufklappen. Neben dem Apfel auf der Rückseite des Displays ist im aktuellen Modell nun auch die Tastatur beleuchtet. Wer nicht ausschließlich an gut beleuchteten Arbeitsplätzen sitzt, wird das bald zu schätzen wissen.
Herz und Nieren
Wo die beleuchtete Tastatur als nettes aber unnötiges Extra durchgehen mag, ist ein hochwertiges Display hingegen ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Das LED-hintergrundbeleuchtete Display macht eine gute Figur. Es wirkt erstaunlich brillant und gestochen scharf, was nicht zuletzt der Auflösung von bis zu 1366×768 in der 11″-Variante, beziehungsweise 1440×900 beim 13″-Modell zu verdanken ist. Je nach Ausführung verfügt das MacBook Air über eine Leistung von 1,6 oder 1,7 GHz, sowie einem Arbeitsspeicher von wahlweise 2 oder 4 GB. Wie in den meisten Netbooks findet man keine Festplatte, sondern einen Flashspeicher mit einer Kapazität die von 64 bis 256 GB vor. Wer mehr Speicher benötigt, ist auf externe Speichermedien zum Sichern seiner Daten angewiesen. Der Anschluss ist natürlich kein Problem: Das MacBook Air verfügt über zwei USB-Anschlüsse, sowie eine Thunderbolt-Schnittstelle. Käufer des 13″-Modells dürfen sich ebenfalls über einen SD-Karten-Slot freuen.
Netbook oder Notebook?
Sicher langt das MacBook Air in Sachen Leistung und Speicher nicht an ein Notebook heran. Auch das fehlende Laufwerk und wenige Schnittstellen bringen es eher dem Netbook näher. Der typische Netbook-Nutzer wird daher mit einem MacBook-Air sicher nicht glücklich werden. Als Netbook-Alternative weiß es jedoch zu punkten: Größe und Gewicht sind einzigartig, MacOS X Lion läuft hervorragend. Das mitgelieferte iLife-Paket lässt kleinere Video- und Fotobearbeitung ebenfalls im Handumdrehen zu. Den typischen Aufgaben des Alltags ist das MacBook Air allemal gewachsen. Kein Notebook – aber eine großartige Netbook-Alternative mit vielen gewichtigen Pluspunkten.